Mumps

Mumps ist eine hoch ansteckende, epidemisch auftretende Viruserkrankung, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird und den gesamten Körper befällt.

Mumps kann in jedem Lebensalter auftreten, meist erkranken Kinder und Jugendliche zwischen dem 2. und 15. Lebensjahr. Mumps kommt bei Jungen häufiger vor als bei Mädchen.

Die Krankheit ist bereits 3 bis 7 Tage vor dem Ausbruch ansteckend und bis zu 9 Tage danach. Die Viren werden beim Husten und Niesen, über infizierte Gegenstände, aber auch über den Urin und die Muttermilch übertragen. Wer einmal Mumps hatte, ist ein Leben lang dagegen immun.

Nach der Ansteckung mit dem Mumpsvirus dauert es durchschnittlich 14 bis 24 Tage bis zum Ausbruch der Erkrankung. Ihre Symptome sind sehr unterschiedlich. Am häufigsten tritt Fieber mit einer ein- oder doppelseitigen Schwellung der Speicheldrüsen vom Kieferwinkel bis zur Wange auf. Dadurch entstehen Schluckbeschwerden und Bewegungseinschränkungen im Kopfbereich. Es können aber auch andere Speicheldrüsen, etwa die Bauchspeicheldrüse, erkranken. In diesem Fall kommt es zu Erbrechen, zu Oberbauchschmerzen und zu Stühlen, die mit Fett durchmischt sind (Fettstühle).

Bis zu 70 Prozent der Krankheitsfälle sind mit einer unspezifischen Reizung der Hirnhäute (aspetische Meningitis) kombiniert. Eine solche zentrale Hirnhautentzündung kann bei Mumps bereits 1 Woche vor dem sichtbaren Ausbruch der Erkrankung entstehen und anschließend noch bis zu 3 Wochen anhalten. Die Folge kann Schwerhörigkeit sein.

Ab der Pubertät habe 20 bis 30 Prozent der männlichen Patienten mit Mumps gleichzeitig eine Hodenentzündung. Sie beginnt üblicherweise 1 Woche nach dem Beginn der Erkrankung mit Schwellungen und starken Schmerzen der Hoden und kann zu einer Zeugungsunfähigkeit führen.

Was können Sie selbst tun?
Gegen Mumps gibt es keine gezielte Therapie. Ja nach Wunsch Ihres Kindes können zum einen warme oder kalte Halsumschläge lindernd wirken. Bei einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse sind warme Umschläge auch auf dem Bauch empfehlenswert. Darüber hinaus muss das Essen flüssig, fettarm und leicht verdaulich sein. Um Komplikationen zu vermeiden, sollte Ihr Kind Bettruhe einhalten.

Ohne die Gefahr der möglichen Komplikationen wäre Mumps eine relativ harmlose Viruserkrankung. An Mumps erkrankte Personen müssen von anderen ferngehalten werden. Erst nach Abklingen der Krankheitszeichen, frühestens 9 Tage nach Krankheitsbeginn kann der Kindergarten oder die Schule wieder besucht werden.

Info:
Da es keine gezielte Therapie gegen Mumps gibt und es zu folgenschwerden Komplikationen (Hirnhautreizung, Schwerhörigkeit und Hodenentzündung mit Zeugungsunfähigkeit) kommen kann, ist der beste Schutz vor Mumps eine Impfung. Den notwendigen Grundschutz geben 2 Mumps-Impfungen ab dem 13. Lebensmonat im Abstand von 4 Wochen, am besten in Kombination mit Masern und Röteln.

Quelle: Kinderkrankheiten, Dr. Keudel

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