Röteln

Röteln (Rubella) sind im Kindesalter eine harmlose Erkrankung, die in über der Hälfte der Fälle ohne sichtbare Krankheitszeichen verläuft. Das Röteln-Virus kommt nur beim Menschen vor und wird auf dem Wege der Tröpfcheninfektion übertragen.

Röteln treten vor allem im Winter und im Frühjahr auf. Die Inkubationszeit beträgt 14 bis 21 Tage, die Ansteckungsgefahr besteht aber bereits 7 Tage vor und 7 bis 10 Tage nach Beginn des Ausschlags.

Das charakteristische Krankheitszeichen ist ein diskreter rötlicher Ausschlag, der am Kopf hinter den Ohren beginnt und sich über den ganzen Körper ausbreiten kann. 1 bis 3 Tag nach seinem Auftreten ist der Ausschlag wieder verschwunden. Typisch sind auch Schwellungen der Lymphknoten im Nackenbereich und hinter den Ohren. Vor oder während des Ausschlags können leichtes Fiber mit Gliederschmerzen und flüchtigen Erkältungserscheinungen auftreten.

Wegen der Ansteckungsgefahr sollten Rötelnpatienten für 7 bis 10 Tage nach Beginn des Ausschlags nicht in den Kindergarten, in die Schule oder Arbeitsplatz gehen. Da Röteln anfangs häufig den Masern oder dem Scharlach ähneln, sollte die Diagnose vom Arzt bestätigt werden.

Hinweis:
Wenn eine schwangere Frau mit Röteln angesteckt wird, können die Viren über die Plazenta wiederum das ungeborene Kind anstecken, was zu schweren Schäden wie Blindheit, Taubheit, Herzfehler oder gar zu einer Totgeburt führen kann. Deshalb wird in diesen Fällen der Frau immer zu einem Schwangerschaftsabbruch geraten.

Was können Sie selbst tun?
Eine spezielle Therapie gegen Röteln gibt es nicht und sie ist auch nicht nötig. Solange die Kinder ansteckend sind, müssen sie den Kontakt mit Schwangeren meiden. Deshalb sollten sich an Röteln erkrankte Kinder und Erwachsene in der Zeit der Ansteckungsgefahr generell von weiblichen Personen fernhalten, also auch nicht in die Öffentlichkeit oder zum Einkaufen gehen oder mitgenommen werden. Der einzige Schutz vor Röteln ist eine Impfung. Nur bei einer ausreichenden Durchimpfung der gesamten Bevölkerung können Rötelerkrankungen in der Schwangerschaft vermieden werden. Es müssen mindestens zwei Rötel-Impfungen (am besten in Form einer Masern-Mups-Röteln-Kombinations-Impfung) ab dem 13. Lebensmonat durchgeführt werden. Besonders wichtig ist die Impfung von Mädchen und Frauen im gebärfähigen Alter.

Quelle: Kinderkrankheiten, Dr. Keudel

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